World Leaks ist der Anfang 2025 gestartete Nachfolger von Hunters International (das wiederum aus Hive hervorging). Die Gruppe verzichtet weitgehend auf Verschlüsselung und setzt auf reine Datenerpressung mit eigener Exfiltrations-Software. Deutschland gehört zu den vier meistbetroffenen Ländern.
Aktuelle Einordnung: Das Veröffentlichungstempo ist seit dem Frühjahr 2026 stark gefallen: In den letzten 30 Tagen sind nur zwei neue Opfer erschienen, das letzte am 21. Juli 2026. Eine Strafverfolgungsmaßnahme oder Auflösung ist nicht bekannt – die Gruppe wird deshalb als geschwächt, nicht als historisch geführt. Da bei reiner Datenerpressung zwischen Angriff und Veröffentlichung oft Wochen liegen, kann die Stille auch ein Meldeverzug sein. Bereits abgeflossene Daten bleiben ein Risiko; Schutzmaßnahmen für VPN- und Fernzugänge sollten unverändert bestehen bleiben.
Geschwächt
Geschlossenes Affiliate-Programm / Extortion-as-a-Service (ohne Verschlüsselung)
WorldLeaks; Nachfolger von Hunters International (Linie Hive → Hunters International → World Leaks)
1. Januar 2025 (erste Opfer Apr.–Juni 2025)
Rebrand von Hunters International; Linie über Hive
Unbekannt; russischsprachige Betreiber (GUS/Israel/Türkei ausgenommen)
Gesundheitswesen, Fertigung, Business-Services, Technologie, Energie, Verteidigung
USA (~91), Deutschland Top-4 (~8), UK, Brasilien, Kanada; GUS ausgenommen
unbekannt (Bitcoin, frische Wallet je Opfer)
Über 175 gelistete Opfer seit Januar 2025; zuletzt nur 2 neue Einträge in 30 Tagen und 18 in 90 Tagen – Tempo stark rückläufig
keine (reine Datenerpressung; Vorgänger Hunters International: .LOCKED)
keine klassische Note – Kontakt per E-Mail + Tor-Verhandlungsportal (Vorgänger: Contact Us.txt)
Kein eigener Encryptor – reine Exfiltration (Windows/Linux).
Vorgänger-Encryptor (Hunters International): Rust, AES-128 (pro Datei) + RSA; Windows/Linux/FreeBSD/SunOS/VMware ESXi.
Bedeutung: Beleg dafür, dass Top-Betreiber Verschlüsselung zugunsten schnellerer, risikoärmerer reiner Datenerpressung aufgeben.
Leak-/Exfiltrations-Monitoring im Cyber Defense Center, Absicherung von Fernzugängen und forensische Klärung des Datenabflusses im Ernstfall.