3AM (ThreeAM) ist eine 2023 erstmals beobachtete, in Rust geschriebene Ransomware. Sie wurde unter anderem eingesetzt, als der Versuch scheiterte, LockBit auszurollen – ein Hinweis auf erfahrene Affiliates mit mehreren Werkzeugen. Vorgehen: Datendiebstahl, Deaktivierung von Schutzsoftware, Verschlüsselung.
Nach einer ruhigen Phase im Frühjahr 2026 ist 3AM im Sommer 2026 mit aufgefrischter Vorgehensweise zurückgekehrt – unter anderem mit Social Engineering per Telefon (Vishing) und Missbrauch von Fernwartungs-Werkzeugen. Die Gruppe listet wieder regelmäßig neue Opfer, darunter im Juli 2026 auch ein deutsches Unternehmen, und gilt damit erneut als aktiv.
Aktiv
RaaS (kleine, selektive Gruppe)
3AM, ThreeAM
2023
Erstmals als Fallback beobachtet, als ein LockBit-Einsatz scheiterte (Symantec)
Unbekannt; Bezüge zum Conti-/Royal-Umfeld
Branchenübergreifend, zunehmend Mittelstand
USA, Europa (DACH), global
100.000 – 2 Mio. USD
Rund 88 gelistete Opfer; im Sommer 2026 neue Opfer inkl. deutschem Ziel (Stand: Juli 2026)
.threeamtime
RECOVER-FILES.txt
Sprache: Rust. Verschlüsselung: AES + RSA.
Plattformen: Windows (Linux/ESXi-Varianten beobachtet).
Besonderheit: kombiniert Social Engineering (Teams-Vishing) mit Virtualisierungs-Tricks zur Tarnung.
24/7-Erkennung im Cyber Defense Center meldet das Abschalten von Schutzsoftware sofort; Managed XDR und IR begrenzen den Schaden.