Ein Incident-Response-Anbieter unterstützt Unternehmen bei Cyberangriffen durch Sofortmaßnahmen, forensische Analyse, Eindämmung, Wiederherstellung und die Koordination von Meldepflichten. Entscheidend sind garantierte Reaktionszeiten, 24/7-Erreichbarkeit, Forensik-Kompetenz und Erfahrung mit deutschen Meldewegen (BSI, Datenschutzbehörden, BaFin).
Ransomware trifft überwiegend den Mittelstand – rund 80 % der in Deutschland gemeldeten Angriffe richten sich gegen KMU (BSI-Lagebericht 2025).
Ohne strukturierten Response dauert die Eindämmung im Schnitt 241 Tage (IBM 2025). Frühe, professionelle Reaktion senkt den Schaden messbar.
Anbieter vor dem Ernstfall auswerten, Erreichbarkeiten klären, idealerweise per Retainer feste Reaktionszeiten und Konditionen sichern.
Mit IR-Retainer vertraglich zugesicherte Reaktion: remote in ≤ 30 Minuten, vor Ort in 4–8 Stunden in der DACH-Region. Ohne Vertrag erreichen Sie die 24/7-Notfall-Hotline ebenso – die Rückmeldung erfolgt dann in der Regel in unter 30 Minuten. 600+ bearbeitete Vorfälle, deutschsprachiges Team, Übernahme der Behördenmeldungen.
Woran Sie einen professionellen Incident-Response-Partner erkennen – bevor Sie ihn brauchen.
Vertraglich zugesicherte SLAs statt unverbindlicher Versprechen – remote in Minuten, vor Ort in Stunden.
Angriffe passieren nachts und am Wochenende. Ein deutschsprachiges Team vermeidet Reibungsverluste in der Krise.
Gerichtsfeste Beweissicherung und Root-Cause-Analyse – sonst bleibt unklar, wie die Angreifer hineinkamen.
DSGVO (72h), NIS2 (24h), KRITIS, DORA: Der Anbieter sollte Behördenmeldungen kennen und übernehmen können.
Bei kritischen Vorfällen zählt physische Präsenz – Standorte und Reisezeiten vorab klären.
Priorisierter Zugang, hinterlegte Netzpläne und feste Konditionen – statt Notfalltarif und Anlaufzeit im Chaos.
ISO 27001, BSI-orientierte Prozesse, nachweisbare Fälle – Vertrauen braucht Belege statt Buzzwords.
Schwachstellenbericht, Handlungsempfehlungen und Härtung nach dem Vorfall – damit es nicht wieder passiert.
Wenn Wiederherstellung ausscheidet: Verhandelt der Anbieter selbst – und kann er einen Transfer über regulierte Partner abwickeln, mit Sanktionslisten-Prüfung und Nachweisen für den Versicherer? Improvisiert wird das sonst im schlechtesten Moment.
Bevor die Frage nach dem Anbieter kommt, steht die nach dem Anbietertyp: Ein Haus, das einzelne Vorfälle forensisch aufklärt, löst eine andere Aufgabe als eines, das rund um die Uhr überwacht. Die folgende Einordnung hilft, das Feld vorab zu sortieren.
| Anbietertyp | Typische Unternehmensgröße | Trägt besonders bei | Wo es an Grenzen stößt |
|---|---|---|---|
| Spezialisiertes Forensik- und Beratungshaus | keine feste Größe; häufig Konzerne und öffentliche Verwaltung | tiefe Aufklärung einzelner Vorfälle, gerichtsfeste Beweissicherung, Gutachten und Aufarbeitung | kein eigener Dauerbetrieb – laufende Überwachung und Erkennung müssen von woanders kommen |
| Managed-Security-Anbieter mit eigenem SOC/CDC | Mittelstand, etwa 250 bis 5.000 Mitarbeitende | Dauerüberwachung und Vorfallbearbeitung aus einer Hand, feste Reaktionszeiten über einen Retainer | Konzerne mit eigenem SOC brauchen eher Zulieferung einzelner Bausteine als den Gesamtbetrieb |
| Konzern- und Plattformanbieter | Großkonzerne und international verteilte Gruppen | Skalierung über viele Länder und Standorte, Einbettung in bestehende Konzern-IT | längere Vorlaufzeiten; individuelle Eskalationswege sind im Mittelstand schwerer zu bekommen |
| Nischenspezialist (z. B. OT/ICS) | produzierende Industrie, Energieversorger, KRITIS-Betreiber | Tiefe in Produktions- und Steuerungsumgebungen, rückwirkungsfreie Verfahren | die IT-seitige Vollabdeckung ist meist ergänzend, nicht der Kern |
Die Einordnung beschreibt Anbietertypen, keine einzelnen Unternehmen. Viele Anbieter decken mehrere Typen ab; die Tabelle darunter zeigt, welche Leistungen der jeweilige Anbieter tatsächlich ausweist.
Welche Leistungen die Anbieter auf ihren eigenen Websites ausweisen – alphabetisch, ohne Rangfolge. Die Übersicht vergleicht ausschließlich die öffentlichen Angaben der Anbieter, nicht deren tatsächliche Leistungsfähigkeit.
✓ laut Website ausgewiesen · – laut Website nicht ausgewiesen · geprüft am 10.08.2026
| Anbieter | Schwerpunkt | 24/7-Notfallannahme | Eigenes IR-/CSIRT-Team | IR-Retainer | Digitale Forensik | SOC/MDR im selben Haus | Reaktionszeit beziffert | Sitz |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Argos Security | Cyber Defense Center mit angeschlossener Incident Response. Mittelstand, 250–5.000 Mitarbeitende (DACH), regulierte Sektoren | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ ≤ 30 Min. remote, 4–8 Std. vor Ort | München und Freiburg |
| DCSO | Herstellerneutraler Managed Security Service Provider | – | ✓ | – | ✓ | ✓ | – | Berlin |
| G DATA Advanced Analytics | Forensik und CSIRT, Managed SOC aus Deutschland | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | – | Bochum |
| HiSolutions | Beratungshaus mit eigener IR-Einheit und Forensiklabor. Unternehmen und öffentliche Verwaltung in Bund, Ländern und Kommunen | ✓ | ✓ | – | ✓ | – | – | fünf Standorte in DACH |
| InfoGuard | CSIRT und 24/7-SOC im eigenen Cyber Defence Center | ✓ | ✓ | – | – | ✓ | – | Baar (Schweiz) |
| suresecure | Managed SOC mit IR-Retainer | ✓ | ✓ | ✓ | – | ✓ | – | Düsseldorf |
Nicht in der Tabelle, im Ernstfall aber entscheidend: Lösegeldverhandlung und Zahlungsabwicklung. Von den hier gelisteten Anbietern weisen nur Argos Security und InfoGuard diese Leistung auf ihrer Website aus (geprüft am 18.08.2026). Argos verhandelt mit erfahrenen Verhandlern und wickelt – wenn Sie sich für eine Zahlung entscheiden – über zwei regulierte Partner ab, mit Sanktionslisten-Prüfung, polizeilichem Aktenzeichen und einer Dokumentation, die Cyberversicherer akzeptieren. Fragen Sie bei jedem Anbieter nach, wer im Ernstfall verhandelt und über welchen Weg gezahlt würde.
Grundlage sind die öffentlich zugänglichen Angaben auf den Websites der genannten Unternehmen, geprüft am 10.08.2026. Ein „–“ bedeutet, dass die Leistung dort nicht ausgewiesen ist – nicht, dass der Anbieter sie nicht erbringt; viele Anbieter regeln Reaktionszeiten und Retainer individuell im Vertrag. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Bewertung dar.
Was im IR-Retainer vertraglich zugesichert ist – und was ohne Vertrag gilt.
| Leistung | Zusage |
|---|---|
| Erstreaktion remote, mit IR-Retainer | ≤ 30 Minuten, vertraglich per SLA zugesichert |
| Vor-Ort-Einsatz, mit IR-Retainer | 4–8 Stunden in der DACH-Region |
| Notfall-Hotline ohne Vertrag | 24/7 erreichbar, Rückmeldung in der Regel in unter 30 Minuten |
| Behördenmeldungen | BSI (NIS2, 24 Stunden), Datenschutzbehörde (DSGVO, 72 Stunden), BaFin (DORA) – Erstellung und Koordination durch Argos |
| Team | bis zu 20 IR-Spezialisten, deutschsprachig, 600+ bearbeitete Vorfälle |
| Standorte | München und Freiburg |
| Erstgespräch und Lageeinschätzung | kostenfrei |
Alle Angaben stehen wortgleich bereits im Fließtext und im FAQ dieser Seite.
Diese Fragen sollten Sie jedem Incident-Response-Anbieter stellen – hier unsere Antworten.
Seriöse Anbieter nennen harte Zahlen – und sagen dazu, wofür sie gelten: Mit IR-Retainer sichert Argos die Reaktion vertraglich per SLA zu, remote in ≤ 30 Minuten und vor Ort in 4–8 Stunden in der DACH-Region. Ohne Vertrag erreichen Sie die 24/7-Notfall-Hotline jederzeit; die Rückmeldung erfolgt hier in der Regel in unter 30 Minuten.
Abhängig vom Umfang. Erstgespräch und Lageeinschätzung sind bei Argos kostenfrei; ein Retainer macht Konditionen und Reaktionszeiten planbar.
Der Notruf funktioniert immer – mit Retainer starten Sie aber ohne Anlaufzeit: Umgebung, Ansprechpartner und Kritikalitäten sind vorab hinterlegt.
Das sollte er: BSI (NIS2, 24h), Datenschutzbehörde (DSGVO, 72h), BaFin (DORA). Argos erstellt und koordiniert diese Meldungen im Ernstfall für Sie.