Lamashtu ist eine seit April 2026 aktive Erpressergruppe, die auf reinen Datendiebstahl setzt. Die Angreifer exfiltrieren sensible Unternehmensdaten und drohen mit deren Veröffentlichung auf einer eigenen Tor-Leak-Site, um Lösegeld zu erpressen. Eine tatsächliche Verschlüsselung von Systemen (klassische Ransomware) ist bislang nicht bestätigt – Lamashtu tritt bis heute ausschließlich als Datenerpresser auf. Bei einem relevanten Teil der gelisteten Opfer bestehen Hinweise auf zuvor kompromittierte Zugangsdaten aus Infostealer-Infektionen.
Aktiv
Datenerpressung (Data-Theft-Extortion) mit eigener Tor-basierter Leak-Site; Lösegeldverhandlung privat über einen dedizierten Kontaktkanal.
nicht öffentlich dokumentiert (Auftritt ausschließlich unter dem Namen „Lamashtu“)
April 2026
nicht eindeutig zugeordnet
nicht eindeutig zugeordnet
Fertigung/Manufacturing, Business Services, Agrar- und Lebensmittelproduktion, Konsumdienstleistungen, Hotellerie/Tourismus sowie vereinzelt Energie, Gesundheit/Pharma, Technologie und Logistik.
Schwerpunkt APAC (u. a. Malaysia, Thailand, Singapur) und Europa (u. a. Frankreich, Italien, Spanien, Rumänien) mit dokumentierten Opfern in der DACH-Region (Deutschland, Österreich); insgesamt rund 17 betroffene Länder, auch in Amerika und dem Nahen Osten.
nicht öffentlich beziffert
Rund 34 gelistete Opfer (Stand: Juli 2026)
keine (reine Datenerpressung)
Dokumentiert unter dem Dateinamen „WHAT_HAPPENED.readme.txt“; Kontakt- und Verhandlungsdetails werden darin privat kommuniziert. Weitergehender Inhalt nicht öffentlich dokumentiert.
Für Lamashtu ist bislang kein Verschlüsselungs-Trojaner (Encryptor) bestätigt; das Vorgehen basiert auf Datendiebstahl und Erpressung statt auf Dateiverschlüsselung. Spezifische, exklusiv Lamashtu zugeordnete Werkzeuge oder Malware-Familien sind nicht öffentlich dokumentiert. Zu den Angriffen existiert eine öffentlich verfügbare YARA-Regel (lamashtu.yar) zur Detektion.
Das Argos Cyber Defense Center überwacht Ihre Umgebung rund um die Uhr (24/7) und ist gezielt auf die Erkennung von Datenexfiltration ausgelegt: anomale Ausleitungen, verdächtige Cloud-Massenzugriffe und kompromittierte Identitäten werden früh erkannt, bevor der Datenabfluss abgeschlossen ist. Im Ernstfall greift unser Incident-Response-Team innerhalb von maximal 30 Minuten remote ein, ermittelt den Umfang der betroffenen Daten, unterstützt bei der DSGVO-Meldelogik und begleitet Eindämmung, Forensik und Kommunikation entlang eines strukturierten Notfallplans.